Markieren. Nachverfolgen. Heilen. Die Grundbausteine der Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin macht Stoffwechselvorgänge sichtbar. Dabei stellen wir Organfunktionen mithilfe radioaktiv markierter Substanzen in der Nuklearmedizin dar. Ihr Vorteil: So können wir Funktionsstörungen und Veränderungen der Organe sehr früh erkennen. Die Nuklearmedizin ist ein fester Bestandteil der modernen Radiologie.


Von innen nach außen

Untersuchungen in der Nuklearmedizin unterscheiden sich von anderen radiologischen Untersuchungen: Röntgenstrahlung oder das Magnetfeld eines MRT wirken auf den Körper ein und erlauben eine anatomische Detaildarstellung. Wir schauen mithilfe dieser Methoden von außen in Ihren Körper hinein. Die Nuklearmedizin spielt sich dagegen auf molekularer Ebene im Körper ab. Bei diesem Verfahren messen wir die Signale, die aus Ihrem Körperinneren nach außen dringen. So können Vorgänge, die anatomisch noch nicht sichtbar sind, mit der Nuklearmedizin zuverlässig erkannt werden. In vielen Fällen ist so eine deutlich frühere Diagnose möglich.

Schilddrüsensprechstunde

Erkrankungen der Schilddrüse können erhebliche Auswirkungen auf den Stoffwechsel des Körpers haben. In unserer Schilddrüsensprechstunde können wir gezielt den Symptomen und Ursachen einer Überfunktion (z.B.
Schwitzen, Unruhe, Schlafstörungen) oder einer Unterfunktion der Schilddrüse (z.B. Müdigkeit, Gewichtszunahme, Haarausfall) nachgehen. Dafür stehen uns neben der Nuklearmedizin weiterführende Untersuchungen wie Schilddrüsen-Ultraschall und -Szintigraphie sowie spezielle Laboruntersuchungen zur Verfügung. Zur Abklärung „kalter Knoten“ können wir auf die Tumorszintigraphie der Schilddrüse (MIBI-Szintigraphie) zurückgreifen. Sprechen Sie uns gerne an.

Verfahren in der Nuklearmedizin

Die häufigsten Untersuchungsverfahren der Nuklearmedizin sind die Schilddrüsen-, Skelett-, Myokard-, Nierenfunktions- und Lungenszintigrafie sowie die PET-CT. Mit nuklearmedizinischer Bildgebung lassen sich Informationen über Organfunktionen gewinnen und Tumore lokalisieren. Darüber hinaus werden viele weitere physiologische Vorgänge auf Ebenen der Nuklearmedizin untersucht.
Für diagnostische Zwecke werden bevorzugt Substanzen verwendet, deren Strahlen das Körpergewebe ohne gravierende Schädigung verlassen.


Unsere Leistungen in der Nuklearmedizin sind unter anderem:

- Schilddrüsen-Szintigraphie
- Ultraschall der Schilddrüse
- Schilddrüsenlabor
- Tumorszintigraphie der Schilddrüse (MIBI-Szintigraphie)
- Nebenschilddrüsen-Szintigraphie
- Skelett-Szintigraphie
- Herz-Szintigraphie
- Nieren-Szintigraphie
- Lungen-Szintigraphie
- Wächter-Lymphknoten-Szintigraphie (Sentinel)
- Lymphabfluss-Szintigraphie
- Magen-Szintigraphie
- Parkinson-Diagnostik (DAT-Scan)
- Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie

Vor und während der Untersuchung der Nuklearmedizin

Vor der Untersuchung injizieren wir eine radioaktiv markierte Substanz, den sogenannten Tracer, in Ihre Armvene. Diese Substanz reichert sich in den Organen an und markiert nach einer gewissen Zeit die zu untersuchenden Stoffwechselprozesse. Sichtbar machen wir diese Prozesse mit einem speziellen Untersuchungsgerät, der Gammakamera. Die Kamera nimmt die vom Körper ausgehende Strahlung auf. Diese Informationen verarbeiten wir dann am Computer zu einem Bild. Der Computer ordnet Bereichen unterschiedlicher Aktivität verschiedene Farben zu und es entsteht ein Abbild der Aktivitätsverteilung im Körper.
Je nach Fragestellung und der zu untersuchenden Region muss die Gammakamera 5 bis 30 Minuten über dem entsprechenden Organ positioniert werden. Bei den modernen Substanzen, die wir bei der Nuklearmedizin in der Radiologie Herne verwenden, ist die Strahlenbelastung sehr gering.

Nach der Untersuchung

Nach der Untersuchung sind Sie in keiner Weise beeinträchtigt und können ganz normal den weiteren Tag verbringen. Die verabreichte Radioaktivität verschwindet im Laufe der nächsten Stunden und Tage vollständig wieder aus dem Körper, sodass es durch die Nuklearmedizin nicht zu Einschränkungen kommt.

 

Nein, in der Nuklearmedizin arbeitet man mit radioaktiven Substanzen, sogenannten Tracern. Sie reichern sich in bestimmten Organen an und erlauben so eine Aussage über die Funktion eines Organs.

Der Begriff Gammastrahlen bezeichnet ionisierende Strahlen aus radioaktivem Zerfall. Während Alpha- und Beta-Teilchen elektrisch geladene Partikel darstellen, handelt es sich bei Gamma-Quanten um elektromagnetische Strahlung. Gammastrahlung entsteht als Folge radioaktiver Kernumwandlungen.

Die Dauer ist abhängig von der Art der Untersuchung. Es gibt Untersuchungen, wie zum Beispiel die Schilddrüsenszintigrafie, die in der Regel nach 30 bis 40 Minuten beendet ist, einschließlich Ultraschalluntersuchung, Blutabnahme und Szintigrafie. Andere Untersuchungen, wie zum Beispiel die Knochenszintigrafie oder Herzszintigrafie, können sich über einige Stunden erstrecken.

Nuklearmedizinische Untersuchungen dürfen in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden. Wenn Sie stillen, ist eine kurze Unterbrechung des Stillens notwendig.