PET-CT: Ein Blick in Ihren Stoffwechsel

Gerade für Patienten, die schnell Klarheit wünschen, ist die PET-CT-Diagnostik geeignet: Sie gibt Sicherheit und ermöglicht eine frühzeitige effektive Behandlung. Mit PET-CT bieten wir Ihnen eine hochsensible Methode des radiologischen Spektrums. Wenn ein bösartiger Tumor vermutet oder festgestellt wird, hängt viel von einer präzisen Diagnostik ab. PET-CT kann Krebszellen aufgrund ihres erhöhten Stoffwechsels aufspüren. Sie erhalten zuverlässige Ergebnisse und damit eine präzise Einschätzung der Krankheit. Denn je genauer die Diagnose ausfällt, desto zielgerichteter lässt sich Ihre Therapie bestimmen. Auch nach einer Behandlung sorgt PET-CT für Sicherheit: Der Therapieerfolg kann mit PET-CT überprüft und beurteilt werden.

PET-CT – mit Hightech-Diagnostik gegen Krebs

Als überragende Form der bildgebenden Diagnostik kommt PET-CT bei verschiedenen bösartigen Tumorerkrankungen zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem:
• Mammakarzinom (Brust)
• Ovarialkarzinom (Eierstock)
• Zervixkarzinom (Gebärmutterhals)
• Oesophagus-/Magenkarzinom (Speiseröhre und Magen)
• Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüse)
• Colorektales Karzinom (Darm)
• Bronchialkarzinom (Lunge)
• Melanom (Haut)
• Pharynx-/Larynxkarzinom (Kopf-Hals-Bereich)
• Lymphom (Lymphdrüsen)
• Prostatakarzinom (Vorsteherdrüse)

PET-CT ist ein bewährtes Diagnoseverfahren zum Beispiel bei Prostatakarzinomen. Die Heilungschance und die Wahl der Behandlung hängen entscheidend von der Ausdehnung der Tumorerkrankung ab. Wichtig ist hier eine frühzeitige Erkennung, um die geeignete Therapie einzuleiten. Auch bei einem Anstieg des PSA (prostataspezifisches Antigen) in der Nachsorge ermöglicht PET-CT eine frühzeitige Erkennung eines Rezidivs.


68Ga-PSMA-PET/CT bei Prostatakarzinom
Bei Patienten mit erhöhtem PSA-Wert und biochemischen Rezidiv eines Prostatakarzinoms, kann eine genaue Unterscheidung zwischen Lokalrezidiv, lokalen Lymphknotenmetastasen und Fernmetastasen, die weitere Therapiestrategie entscheidend beinflussen. Mit PSMA-PET/CT (= Prostata-spezifisches Membranantigen) steht jetzt erstmals eine Ziel-spezifische Methode zur Erkennung von Prostatakarzinomen und deren Metastasen zur Verfügung. Studien zeigten deutlich bessere Sensitivitäten und Spezifitäten mit PSMA-PET/CT, als mit dem bisher verwendeten Fluorcholin. Somit ist eine genauere und frühere Erkennung von Tumorrezidiven möglich.


68Ga-DOTATATE-PET/CT bei neuroendokrinen Tumoren
Neuroendokrine Tumoren und deren Metastasen sind häufig schwierig allein mit radiologischen Verfahren (z.B. CT, MRT) nachzuweisen. Diese Tumoren tragen regelhaft bestimmte Oberflächenstrukturen (Somatostatinrezeptoren), die sich mit spezifischen Liganden gezielt darstellen lassen. Das hierfür verwendete 68Ga-DOTATATE-PET/CT hat eine höhere diagnostische Genauigkeit, als die herkömmliche Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie.

Das PET-CT Verfahren

Tumore und Metastasen haben einen anderen Energiestoffwechsel als gesundes Gewebe. Für eine präzise Diagnostik kombinieren wir bei einem PET-CT zwei besonders genaue Darstellungsverfahren zu einem gemeinsamen Bild: Hierbei handelt es sich um die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Computertomographie (CT).


Beim PET handelt es sich um ein hochempfindliches Verfahren der Nuklearmedizin. Veränderungen der Stoffwechselaktivität werden früher und genauer sichtbar als mit jeder anderen Methode. Das CT ermöglicht uns eine sehr genaue räumliche Zuordnung. Die Vorteile aus beiden Untersuchungen bietet das PET-CT in einem Gerät. So können wir Gewebebereiche mit Stoffwechselveränderungen präzise der entsprechenden Stelle im Körper zuordnen.

HighTech-Diagnostik gegen Prostatakrebs

Bei einem PET-CT wird dem Patienten schwach radioaktives Cholin gespritzt, auch Tracer genannt. Das zerfallende Cholin setzt Positronen frei. Diese positiv geladenen Elementarteilchen sind instabil und bleiben nicht bestehen. Bei ihrem "Verschwinden" wird Energie frei, die mit einem Detektor gemessen werden kann. Daraus berechnet ein Computer für das PET-CT Bilder, die wichtige Bausteine für die Diagnostik und Therapieentscheidung bei Prostatakrebs sein können.

Die PET-CT Untersuchung

In der Radiologie Herne stehen Ihnen unsere Experten und das Team zur Seite - vor, während und nach der Untersuchung. Der erste Schritt zu Ihren Bildern und der Diagnose ist ein Anruf bei uns. Unser freundliches Personal wird sich gut um Sie kümmern. In der Radiologie Herne lassen wir Sie nicht lange warten: Einen Termin für Ihre PET-CT Untersuchung erhalten Sie in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Werktagen. Genau das macht den Unterschied!

PET-CT ist eine unkomplizierte Untersuchung

Am Untersuchungstag melden Sie sich bitte an unserem Empfang an. Vor der Untersuchung wird ihnen eine geringe Menge eines radioaktiv markierten Stoffes, eines so genannten Tracers, in die Armvene injiziert. Anschließend müssen Sie eine gewisse Wartezeit einhalten, sodass sich der Tracer im Körper verteilen und an Stellen mit erhöhter Stoffwechselaktivität anreichern kann. Die danach durchgeführte eigentliche Untersuchung im Gerät dauert etwa 20 Minuten.

Ihr Alltag kann gleich weitergehen

Planen Sie bitte für Ihren Termin bei uns etwa 1 bis 2 Stunden ein. Nach der Untersuchung sind Sie in keiner Weise beeinträchtigt. Sie können sofort etwas essen und ganz normal den weiteren Tag verbringen. Die für das PET-CT verabreichte Radioaktivität verschwindet sehr schnell wieder aus dem Körper und ist bereits nach einigen Stunden kaum noch messbar.

Die Kosten

Ihre private Krankenkasse übernimmt in aller Regel die Kosten für Ihre PET-CT Untersuchung. Unter bestimmten Voraussetzungen kommt auch die gesetzliche Krankenversicherung für die Untersuchungskosten auf. Lassen Sie sich von uns beraten!

Häufige Fragen

 

Die Positronen-Emissions-Tomografie, kurz PET, ist ein hochempfindliches Verfahren der Nuklearmedizin. Verglichen mit anderen Untersuchungsverfahren können mit dieser Methode Stoffwechselvorgänge im Körper früher und genauer sichtbar gemacht werden. Kombiniert man PET mit einer Computertomographie (CT), so spricht man von PET-CT. Durch die Kombination dieser beiden Verfahren lassen sich die Bereiche mit hoher Stoffwechselaktivität präzise einer Gewebeschicht oder einem Organ zuordnen. Dadurch liefert PET-CT noch genauere Informationen.

Ganz überwiegend wird PET-CT in der Diagnostik von Krebserkrankungen eingesetzt. Hier ist die Methode den anderen bildgebenden Verfahren, wie CT und MRT, meist deutlich überlegen. Als unübertroffener Standard bereits etabliert ist PET-CT für Krebserkrankungen der Lunge. Aber auch für einen Großteil der anderen Krebsarten zeichnet sich eine Entwicklung in diese Richtung ab. Ein anderes wichtiges Einsatzgebiet ist die Darstellung und Lokalisation entzündlicher Prozesse im Körper, wie zum Beispiel die Infektion einer Gelenkprothese.

Das Prostatakarzinom ist ein gutes Beispiel für die Stärke des PET-CT. Und zwar vor allem in der Tumornachsorge, wenn nach erfolgreicher Operation eines Prostatakarzinoms ein Anstieg des PSA-Wertes im Blut festgestellt wird. Dieser PSA-Anstieg signalisiert, dass ein erneutes Tumorwachstum im Körper stattfindet. Um nun die weitere Behandlung einleiten zu können, muss man wissen, an welcher Stelle im Körper sich der Tumor ausbreitet. Häufig findet man einen Tumorbefall der Lymphknoten, möglicherweise auch der Knochen. In dieser Situation ist PET-CT die einzige Untersuchungsmethode, die auch kleine Tumorabsiedlungen im frühen Stadium erkennen kann. Die herkömmlichen bildgebenden Verfahren versagen hier.

Die Untersuchung an sich ist nicht sehr spektakulär. Zunächst bekommt man vor der Untersuchung eine Injektion in die Vene, dabei wird eine geringe Menge radioaktiv markierter Substanz verabreicht. Diese Substanz verteilt sich im Körper und reichert sich im Tumorgewebe an, das dadurch auf den anschließend angefertigten Aufnahmen sichtbar wird. Die Untersuchung ist ungefährlich und mit keiner Beeinträchtigung des Patienten verbunden. Die mit der Untersuchung verbundene Strahlenbelastung liegt im Bereich normaler CT-Untersuchungen.

PET-CT ist in Deutschland, anders als in den anderen europäischen Ländern, bisher nur für einige wenige Krebsarten als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung anerkannt. In der Praxis bedeutet dies, dass jeder Einzelfall auf Antrag zunächst von der entsprechenden Gesetzlichen Krankenversicherung geprüft wird. Bei der Antragstellung und Abwicklung dieser Formalitäten sind wir unseren PET-CT Patienten und zuweisenden ärztlichen Kollegen gerne behilflich. Patienten mit einer privaten Krankenversicherung bekommen die Untersuchung in aller Regel nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) erstattet.