• Datum: Jan 2014

Primäres zerebrales Lymphom


78 jähriger Patient mit V.a. dementielle Entwicklung und Kopfschmerzen.


Die MRT des Gehirnes zeigt homogen kontrastmittelanreichernde raumfrodernde Veränderungen des Hirnparenchyms bifrontal jedoch rechts betont mit Infiltration der kortikomedullären Grenze. In der diffusionsgewichteten Bildgebung besteht eine Diffusionsrestriktion dieser Bezirke hinweisend auf eine hohe Zellularität. In der Zusammenschau der Befunde verdächtig auf ein zerebrales Lymphom, das histologisch auch gesichert werden konnte.


Primäre Lymphome des Gehirnes repräsentieren etwa 6% der primären Neoplasien des ZNS und weisen eine zunehmende Häufigkeit auf. Grund hierfür ist vor allem das gehäufte Vorkommen bei starker Immunsuppression z.B. unter onkologischer Chemotherapie aber auch AIDS-Erkrankung. Es handelt sich fast ausschliesslich um hochgradige B-Zell-Lymphome. Charakteristisch ist ein Befall der Grosshirnhemisphären nahe der ependymalen oder pialen Oberfläche. Die MR-Morphologie der zerebralen Lymphome variiert zwischen immunkompetenten und immuninkompetenten Patienten, so weisen die Läsionen bei letzteren häufig Nekrosen, Einblutungen und eine inhomogene Kontrastmittelanreicherung auf. Die Therapie besteht in der Regel aus einer kombinierten Radiochemotherapie, der Stellenwert der Neurochirurgie ist die bioptische Sicherung der Diagnose.

Fallsammlung

Brodie-Abszess
11 jährige Patientin mit unspezifischen Knieschmerzen seit w
Gallensteinileus
78-jähriger Patient mit klinischem Verdacht auf einen Ileus
Partialruptur
Partialruptur der Achillessehne
50 jähriger Patient m
Akute zervikale spinale Ischämie
57 jähriger Patient mit akut eingesetzter linksseitiger Armp