• Datum: Dez 2013

Intrakranielle Hypotension

35jähriger Patient mit seit 7 Tagen bestehenden holocephalen Kopfschmerzen, die sich in liegender Position bessern. MR-morphologisch bestehen filmartige bilaterale subdurale Hygrome, eine gleichmässige Verdickung und Hyperämie der Pachymeninx sowie eine Hyperämie und Schwellung des spinalen Epiduralraums.


Die intrakranielle Hypotension entsteht in der Regel durch einen spinalen Liquorverlust mit konsekutivem Abfall des intrathekalen Druckes. Der spinale Liquorverlust kann iatrogen z.B. durch eine lumbale Punktion als auch spontan durch einen duralen Riss oder die Ruptur eines meningealen Divertikels ausgelöst werden.


Im Fall einer iatrogenen Verletzung ist die Diagnose häufig bereits ohne Bildgebung als typischer postpunktioneller Kopfschmerz zu stellen. Im Fall einer spontanen spinalen Liquorleckage kommt der Bildgebung eine wichtige diagnostiche Bedeutung zu, da die Stigmata einer intrakraniellen Hypotension zusammen mit der Klinik eines orthostatischen Kopfschmerzen wegweisend sind. Die Suche nach der spinalen Ursache der Liquorleckage ist initial nicht notwendig und bleibt den konservativ durch Bettruhe und ein sog. epidurales "blood-patch" therapierefraktären Fällen vorbehalten.

Fallsammlung

Brodie-Abszess
11 jährige Patientin mit unspezifischen Knieschmerzen seit w
Akute zervikale spinale Ischämie
57 jähriger Patient mit akut eingesetzter linksseitiger Armp
Wernicke-Enzephalopathie
Wernicke-Enzephalopathie
55 jährige Patientin mit sei
Reifes ovarielles Teratom
22 jährige Patientin mit Unterbauchschmerzen seit wenigen Ta