• Datum: Jan 2014

Rupturiertes intrakranielles Dermoid


66 jähriger Patient mit neu aufgetretenen vestibulären Paroxysmen.


Im initialen CT Nachweis einer parasellären teils fetthaltigen Raumforderung mit Ausdehnung in die supraselläre Zisterne, zu dem Nachweis disseminierter subarachnoidaler Fetttröpfchen supratentoriell, einer rupturierten Dermoidzyste entsprechend. Bestätigung dieser Befunde in der ergänzenden MRT.


Intrakranielle Dermoide entwickeln sich aus in der Embryogenese fehlerhaft eingeschlossenen ektodermalen Zellen, sie bestehen ähnlich den Epidermoiden aus Plattenepithel und Keratin beinhalten jedoch auch kutane Anhängsel wie Schweiss- und Talgdrüsen sowie Haarfollikel. Ihre Wachstumstendenz ist sehr langsam. Klinisch treten sie häufig durch eine spontane Ruptur in Erscheinung, bei der fetthaltige Tröpfchen in den Subarachnoidalraum sowie das Ventrikelsystem disseminieren und eine chemische Meningitis auslösen können.


Epileptische Anfälle sowie Vasospasmen mit unter auch ischämische Infarkte können die Folge sein.

Fallsammlung

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